NA Rüdiger
Die nachstehende Abhandlung iiber Eisenbetonschiffbau hat den Zweck, den Leser mit der neuen Bauweise, insbesondere mit der des Verfassers, bekannt zu machen. Wenn die langjahrigen Erlahrungen desselben benutzt werden, konnen groBe Fehlschlage vermieden werden. Die Versuche im Eisenbetonschiffbau sind stets mit groBen Kosten verbunden und werden die ersten Fahrzeuge, wenn keine Erfahrungen vorhanden sind, immer mehr oder weniger groBe Fehler besitzen. Der Eisenbetonschiffbau befindet sich noch immer in der Entwick lung und es konnen auf diesem Gebiete noch viele Verbesserungen gemacht werden. Bei den ersten Schiffen wird man noch nicht das gewiinschte geringe Eigengewicht des Schiffskorpers und des Betons erzielen. Jedoch nach einigen Ausfiihrungen wird man dies leicht erreichen. Auch das Streben nach einem leichten Schiffbaubeton ist noch nicht beendigt, zumal es nicht ausgeschlossen erscheint, daB auBer den vom Verfasser genaIinten Stoffen noch andere, leichtere Materialien gefunden werden konnen. Zu nachstehender Abhandlung sind dem Verfasser von den Ge schaftsfiihrem der Eisenbeton-Schiffbau’ G. m. b. H. Unterlagen von _lusfiihrungen bereitwilligst iiberlassen worden. Insbesondere hat der Schiffbau-Ingenieur Hermann Lucke zu Hamburg verdienstvoll mitgewirkt. Ham burg, im April 1919. M. Rudiger. Inhaltsverzeichllis. Seite I. Einfiihrung in den Eisenbetonbau . . . . . . . . . . I 1. Allgemeines. - 2. Druckfestigkeit des Betons. - 3. Zugfestigkeit des Betons. - 4. Zuhissige Spannung des Betons auf Druck.